interkulturelle Begegnung

Interkulturelle Begegnung zwischen jungen Menschen aus Elektrostal (Moskau) und Liebfrauenschülern

ElektrostalIn der Woche vom 3. – 10. Mai fand wieder einmal ein Schüleraustausch zwischen dem Lizej N0 7 in Elektrostal und der Liebfrauenschule Mülhausen statt.

Wieder einmal habe ich Schüler und Schülerinnen unserer Schule gefragt, ob sie bereit wären, für eine Woche einen russischen Gast zu beherbergen, und wieder einmal war ich überwältigt von der positiven Reaktion. Unsere Schüler sind engagiert, offen und neugierig; zum Glück, denn all das braucht man, um einen vollkommen fremden Menschen in seiner eigenen Familie aufzunehmen, die eigenen Interessen für eine Woche denjenigen des Projektes unterzuordnen und den versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.

Die Fragen, die sich sicherlich jeder Gastgeber stellt, lauten: „Wird mein Gast mir sympathisch sein?“ Und: „Wie wird die Verständigung klappen?“

Beide Fragen waren bereits vor der Ankunft der Gäste am Düsseldorfer Flughafen beantwortet, denn dank der neuen Medien hatten sich bereits alle Partner im Netz gefunden und in der gemeinsamen Sprache Englisch kommuniziert.

Der Austausch wurde von einem Sport- und Kulturprogramm begleitet. Zunächst sind wir alle in den Kletterwald gefahren; hier wurden wirklich alle gefordert – nicht nur sportlich, sondern auch sprachlich, denn die Anweisungen erfolgten auf Englisch! Nach diesen 3 Stunden waren alle erschöpft, aber auch zufrieden mit ihren Leistungen. Am nächsten Tag stand Köln auf dem Programm. Diese Stadt fasziniert jeden mit ihrem gewaltigen Dom und den vielen internationalen Besuchern.

Am Wochenende sind die jungen Menschen aus den so unterschiedlichen Kulturkreisen wirklich zusammengewachsen, so dass der Ausflug am Montag nach Amsterdam ein unvergessliches Erlebnis wurde und bleiben wird.

Im Bus habe ich daran erinnert, an was für einem besonderen Tag wir nach Amsterdam gefahren sind: An diesem Wochenende wurde in den Niederlanden der Opfer des 2. Weltkrieges gedacht und an unserem Reisetag, dem 9. Mai, wird in Russland stets der „Tag des Sieges“ über Hitlerdeutschland gefeiert; und nun fuhren deutsche und russische Jugendliche gemeinsam voller Freude in die holländische Hauptstadt! Es mag pathetisch klingen, aber das ist der Sinn von Schüleraustauschen: Sich kennenlernen, miteinander reden, Vorurteile abbauen. Uns ist das gelungen!

Der Abschied fiel allen schwer; er wurde jedoch dadurch erleichtert, dass wir auf ein Wiedersehen hoffen: Im Mai oder Juni 2018?

Im Herbst beginnen wir zu planen – und dann zu sparen für eine Reise nach Russland.

Möchtest du vielleicht auch mit? Dann sprich mich an!

Ute Glameyer